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Die sieben Phasen des Herrenhäuser Schlosses
Beitrag zur Debatte um den Wiederaufbau
„Vier Schlösser für Herrenhausen?“ heißt eine kürzlich erschienene Broschüre, in der unter der Federführung von Prof. Joachim Ganzert die Resulate eines Seminars „Zu Hannovers Schloßdebatte“ zusammengefaßt sind. In Zeichnungen und knappen Darstellungen werden die baugeschichtlichen Phasen 1 bis 7 präsentiert: ausgehend vom Bedogni-Jagdschloß von 1665 über die in Verbindung mit der Anlage des Großen Gartens erfolgte Erweiterung des Schlosses durch den Venezianer Sartorio nach 1676 sowie den Erweiterungsbau im 18. Jahrhundert bis hin zum Laves-Bau des 19. Jahrhunderts, der 1943 ein Opfer des Bombenkrieges wurde.
Im anschließenden Text wird das Für und Wider eines Wiederaufbaus diskutiert und die Frage aufgeworfen, ob bei dem „Vier-Schlösser-Patchwork“ allein die Laves’sche Fassung das Planmaterial für die Rekonstruktion abgeben solle. Die Verfasser der Broschüre lassen überdies keinen Zweifel aufkommen, dass sie eine private oder halbprivate Nutzung des Schlossareals, z. B. durch ein Hotel, „vor dem Hintergrund eines kulturhistorischen Gesamtkontextes“ nicht für erstrebenswert halten. Ihnen geht es nicht um eine Fassadenrekonstruktion, sondern um mehr: „Einerseits um die Rekonstruktion eines kulturhistorischen Kontextes aus Architektur, Gartenarchitektur und Wasserkultur, andererseits um Neuformulierung eines Wahrnehmungshorizontes, der sich nicht nur auf eine Epoche beschränkt, sondern das Ganze zu verstehen sucht.“
Die mit Unterstützung der Haus & Grund Bürgerstiftung gedruckte Broschüre „Vier Schlösser für Herrenhausen. Über die Schloßgeschichte zur Schloßdebatte“ ist zum Preis von 1,50 Euro am Eingang zu den Gärten und in der Haus-&-Grund-Geschäftsstelle, Hannover, Theaterstr. 2, erhältlich.
Quelle: HL3/2005
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